Erfahrungsbericht eines Geschäftsführers und angehenden Juristen über den Praxiseinsatz mit AnwaltGPT
Ausgangslage
Der Nutzer ist Geschäftsführer einer Unternehmensgruppe und studiert parallel Rechtswissenschaften. Vor der Nutzung von AnwaltGPT setzte er bereits seit etwa einem Jahr generative KI ein, wobei er zunächst mit eigenen LLM-Modellen experimentierte. Dies erwies sich jedoch aufgrund der mühsamen Datenpflege als nicht effizient, weshalb er nach einer spezialisierten juristischen Lösung suchte.
„[...] grundsätzlich sehe ich in der Lösung [...], die KI bietet, nicht nur technische Vorteile, sondern vor allem [...] auch [eine] unfassbar große Arbeitserleichterung bei der Formulierung von Schriftsätzen, bei der Argumentation, bei der strukturierten Subsumtion der jeweiligen Fragestellungen, die sich ergeben“.
Entscheidung für AnwaltGPT
Nachdem der Nutzer über Empfehlungen auf LinkedIn und Diskussionen auf Reddit auf das Tool aufmerksam wurde, unterzog er es einer Testphase mit Fällen, deren rechtliche Lage ihm bereits vollständig bekannt war. Die Fähigkeit des Systems, juristische Logik präzise abzubilden, überzeugte ihn schließlich vom dauerhaften Einsatz.
„[...] man kommt relativ schnell auch zum ersten Ergebnis, [...] und was ich auch sehr bemerkenswert fand ist halt, dass man relativ schnell auch gesehen hat, wie die KI beziehungsweise wie das System dahinter entsprechend versucht, die logische Schlussfolgerung zu ziehen und zu subsumieren“.
Einsatzbereiche in der Praxis
Das Tool wird heute als zentraler Bestandteil der täglichen juristischen Arbeit genutzt:
- Gegenargumentation:Erarbeitung von fundierten Standpunkten gegenüber Behörden unter Einbeziehung spezifischer Literatur.
- Datenschutzrecht:Begleitung von Kunden bei DSGVO-Checks und die Einordnung komplexer Sachverhalte.
- Schriftsatzerstellung:Unterstützung bei der Formulierung und Strukturierung juristischer Texte.
- Deep Research:Gezielte Suche nach passenden Urteilen und die rechtliche Einordnung seltener Themengebiete.
Beobachtete Ergebnisse
Die Nutzung von AnwaltGPT führt zu einer massiven Zeitersparnis und ermöglicht die Bearbeitung einer höheren Fallzahl. Ein besonderer Erfolg war der Gewinn eines Rechtsstreits vor dem Amtsgericht, bei dem die vom Tool generierte Argumentation ausschlaggebend war.
„Wir haben zum Beispiel [...] einen Streitfall mit [einer Institution], das Tool von Ihnen mitgenutzt beispielsweise. Da haben wir vom Amtsgericht halt auch gewonnen von der Argumentation her [...]“.
„[...] man hat halt das Gefühl das Tool versteht was mein Ansatz ist und man hat das Gefühl das Tool weiß, dass es hier um die Rechtswissenschaft geht [...]“.
Geschätzte Funktionen
Der Anwender beschreibt das System als einen umfassenden und funktionsfähigen „Werkzeugkoffer“:
- Word-Erweiterung:Ermöglicht die direkte Prüfung und Argumentation während des Schreibprozesses.
- Chatbot:Das am häufigsten genutzte Modul für Sachverhaltsfragen und Prüfschemata.
- Anonymisierungstools:Zuverlässige Aufbereitung von Dokumenten.
Herausforderungen & Wünsche für die Zukunft
Ein zentraler Wunsch für die Weiterentwicklung ist eine noch tiefere Integration von Fachliteratur. Der Nutzer sieht darin den Schlüssel zu einer noch substanzielleren Argumentationserstellung.
„[...] [Ich wünsche mir] entsprechend die Möglichkeit, halt auch wirklich eine Argumentation auf Knopfdruck zu bekommen. Man sagt man hat hier den Sachverhalt [...] man möchte Kommentare hochladen zum Beispiel und möchte darauf jetzt wirklich eine Argumentation haben [...], die auch wirklich substanziell ist“.
Fazit
AnwaltGPT wird als unverzichtbare Arbeitserleichterung bewertet, die den Fokus von der mühsamen Formulierung auf die inhaltliche materielle Prüfung verschiebt.
„Ich muss jetzt nicht selbst nachdenken, wie ich den Satz formuliere, [denn] der Satz wird formuliert [und] die Argumentation wird geschrieben. Ich muss nur eine inhaltliche Prüfung machen [...] ich kann mich im Großen und Ganzen darauf verlassen, dass der Ansatz richtig ist“.
„Man kann wunderbar auch einfach viel schneller reagieren, man muss nicht erst überlegen [...] man kann einfach schnell zum ersten groben Ergebnis kommen. [...] und das ist eine unfassbare Zeitersparnis“.
AnwaltGPT ist kein Anbieter von Rechtsberatung und die bereitgestellten Informationen sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen
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